CCW Kongress 2014
Katharina Leuck Veröffentlicht von am

CCW Kongress: Erfolgreiches Social Media – Ehrlich währt am längsten

Das Unternehmen Frosta gestaltet seine Kundenkommunikation 2.0 inhouse und setzt dabei auf Social Media. Wie funktioniert das? Das erläutert Marike Paulsen, Online Marketing Managerin der Frosta Tiefkühlkost GmbH, im vorletzten Vortrag im Kongress der CCW 2014.

Bereits 2005 führte Frosta einen Unternehmensblog ein. Grund hierfür war, dass man das neue Reinheitsgebot von Frosta – es gibt keine künstlichen Zusatzstoffe – und damit den Markenkern besser kommunizieren wollte. Man will damit möglichst viel preisgeben und alle Informationen, die der Kunde wünscht, zu Verfügung stellen. Die Kunden können im Blog direkt kommentieren und Fragen stellen. Es wird nichts zensiert und bietet daher eine ideale Plattform für kontroverse Diskussionen. So wurde beispielsweise dort proaktiv diskutiert, ob die Paella weiter mit Muscheln oder ohne sein sollte. Die Muscheln führten immer wieder zu Reklamationen, da hin und wieder Schalenstückchen mit im Essen landeten.

Neben dem Blog betreibt Frosta seit 2011 auch eine Facebookseite, die inzwischen mehr als 49.000 Fans hat. Das Fanwachstum wird durch Anzeigen gesteuert, man postet zweimal die Woche und unterhält die Fans mit lustigen, emotionalen, viralen und informativen Inhalten. Für Paulsen ist die Plattform trotz der Fan-Zahl immer noch recht pflegeleicht.

Aus Sicht von Paulsen haben Facebook und Blog eine parallele Daseinsberechtigung, da auf beiden Plattformen ganz unterschiedliche Zielgruppen unterwegs sind. Das wichtigste für sie ist, dass in den sozialen Medien absolute Ehrlichkeit und Transparenz vorherrschen. Man kann nichts verbergen, daher darf es auch keine unangenehmen Fragen geben. Und auch wenn man einmal negatives Feedback bekommt, kann man die Kunden durch ehrliche und transparente Reaktionen zufrieden stellen.

Frosta setzt zudem auf Produktbewertungen durch Kunden. Die Kommentare der Kunden im eigenen Produktbewertungstool fungieren als Frühwarnsystem. Man wisse dadurch – noch bevor die Daten aus der Marktforschung da sind – ob das Produkt laufen wird oder nicht.

Die absolute Transparenz liefert Frosta mit seinem Zutaten-Tracker. Man kann für jedes Produkt sehen, aus welchen Ländern die Zutaten kommen. Zusätzlich werden den Verbrauchern auf der Seite Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt, in denen zum Beispiel die Zutatenproduktion in Videos gezeigt wird. Auch wenn es unangenehm ist, erklärt Frosta den Kunden genau, wie sich Preise zusammensetzen. Man zerstöre so bewusst die perfekte Werbewelt, erklärt Paulsen.

Als Botschaft gibt die Produktmanagerin den Besuchern des Kongresses mit: Ehrlich währt am längsten. Die Kunden wollen ehrliche Informationen und suchen den Dialog. Darauf sollte man sich als Unternehmen auf jeden Fall einlassen.

 

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Katharina Leuck

Über Katharina Leuck:

Seit Februar 2013 bin ich als Corporate Bloggerin bei buw digital mit an Bord. Vorher habe ich ein zweijähriges Volontariat in der Onlineredaktion der Neuen Osnabrücker Zeitung absolviert und für ... [Mehr]

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