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Katharina Leuck Veröffentlicht von am

Deutsch ^3: drei Wochen – drei Lebensbereiche – drei Bausteine

Perfektes Deutsch ist für unsere Kundenberater in Ungarn und Rumänien im Arbeitsalltag essentiell. Dr. Henriete Richer aus Timisoara stellt hier unser Sprachprogramm „Deutsch ^3“ vor. Das Motto: „Wer wollte leugnen, dass alle konkreten Erfahrungen, die wir machen, nur durch Sprache vermittelt zu Erfahrungen werden […]“. (Koselleck: 1989, S. 658)

Das Vermitteln von „Know-how“, das Gestalten, Entwickeln und zum Erfolg führen eines Teams sind nur möglich mit einer optimalen Kommunikation. Um das Leistungspotenzial zu maximieren, müssen international agierende Unternehmen eine gute interkulturelle Kommunikation sicherstellen. Der richtige Einsatz von Sprache ist unerlässlich für den Geschäftserfolg. Wir sind als buw ein Beispiel für ein solches international agierendes Unternehmen.

WP_20140829_015Wie unterstützt buw die Erfüllung des o.g. Anspruchs? – Durch die Pilotierung eines Sprachprogramms, bei dem ich die Ehre hatte, die erste Teilnehmerin zu sein. Als ich das Konzept dieses Projektes „Deutsch ^3“ gesehen habe, war ich beeindruckt. In Leipzig angekommen, wurden alle Erwartungen sogar noch übertroffen. Ich erlebte eine erfolgsversprechende Mischung aus den Teilen Deutsch als Fremdsprache (Grammatik und Phonetik), inhaltliche und praxisnahe Orientierung an den Aufgaben eines Teamleiters, Einblick in Projektarbeit, Austausch mit den Kollegen aus Leipzig und Halle (und damit über den Timisoara-Standort hinaus) sowie Kultur und Alltag.

Konzipiert und begleitet von der Personalentwicklung Operations, in Zusammenarbeit mit einem Projekt am Standort Halle, habe ich mir mit meiner Teilnahme am Programm das Ziel gesetzt, meine Sprachkenntnisse zu vertiefen aber auch den Austausch von Ideen, Erfahrungen und bisherigen Arbeitsergebnissen mit den Kollegen anzuregen und somit einen Beitrag zur Verankerung dieses Wissens in meinem Berufsalltag zu leisten.

Man würde meinen, eigentlich müsste doch jeder sprechen können. Das ist auch wahr aber sprechen ist nicht gleich sprechen. Das Gedachte muss erst durch verschiedene Filter der Rationalität gehen, bis es mit den richtigen Wörtern ausgedrückt werden kann. Um das zu erreichen, begab ich mich auf eine Reise durch den Wald des Konjunktiv I und II, durch den Dschungel der Präpositionen, durch den Dativ-Akkusativ Nebel, auf die holprigen Straßen der Nebensätze und trennbaren Verben und durch das Labyrinth des Fachvokabulars. Auf diesem Abenteuertrip begleitete mich mein Guide Nicole Rämisch.

Didaktisch sehr gut konzipiert, hatte ich die Möglichkeit das Gelernte durch Präsentationsaufgaben wie Unternehmens- und Standortvorstellungen im PT-Forum und in TL-Runden des Projektes, durch Bedarfsanalysen und konkreten Erfahrungsaustausch auch praktisch umzusetzen. Darüber hinaus habe ich wöchentlich Phonetikunterricht bei Caren Elzner gehabt, wo wir an Deutlichkeit und Modulation gearbeitet haben.

Unterricht 2Es waren drei intensive Wochen, von denen ich mir das Inhaltliche und das Soziale mitnehme für ein verhandlungssicheres Deutsch in meinem beruflichen Alltag. Dieses erstmalig durchgeführte Programm – „Deutsch ^3: drei Wochen, drei Lebensbereiche, drei Bausteine“ – wurde dank der Mitwirkung mehrerer Menschen ermöglicht: Andrea, Katrin, Caren, Christian, Silvia, Nicole, Bianca, Mathias, Anja u.a. Jenen und allen anderen, die vielleicht im Hintergrund zur Organisation und zum guten Ablauf dieses Programmes beigetragen haben, spreche ich an dieser Stelle ein Wort der herzlichen Dankbarkeit aus.

Wie ich angefangen habe, beende ich diesen kurzen Beitrag mit den Worten von R. Koselleck der sagte: „Keine Wirklichkeit“, lasse „sich auf ihre sprachliche Deutung und Gestaltung reduzieren, aber ohne solche sprachlichen Leistungen“ gebe „es – jedenfalls für uns – keine Wirklichkeit“ (Koselleck: 2006, S. 62).

 

Literaturverzeichnis:
Koselleck, Reinhart, Vergangene Zukunft. Zur Semantik geschichtlicher Zeiten, Frankfurt a.M., 1989.
Koselleck, Reinhart, Die Geschichte der Begriffe und Begriffe der Geschichte, in: ders., Begriffsgeschichten. Studien zur Semantik und Pragmatik der politischen und sozialen Sprache, Frankfurt a.M., 2006.

Text: Dr. Henriete Richer

 

Hier spricht man Deutsch

Wie wichtig die deutsche Sprache für unsere Arbeit ist und über welche hohe fremdsprachliche Kompetenz unsere Kollegen in Timisoara, Cluj und Pécs verfügen, zeigt auch dieser Videobeitrag.

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Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=eyB-Xttss2w

 

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Katharina Leuck

Über Katharina Leuck:

Seit Februar 2013 bin ich als Corporate Bloggerin bei buw digital mit an Bord. Vorher habe ich ein zweijähriges Volontariat in der Onlineredaktion der Neuen Osnabrücker Zeitung absolviert und für ... [Mehr]

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