buw macht seit Jahren erfolgreiches Personalmarketing im Call Center
Christian Meinert Veröffentlicht von am

Personalmarketing im Call Center made by buw

15000 Bewerbungen in 365 Tagen, das sind die nackten Zahlen am Ende des Recruitingjahres 2015. Doch wie positioniert sich buw Jahr für Jahr erfolgreich im hart umkämpften Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter? Wir greifen ein Praxisbeispiel auf und enthüllen anhand unseres Standortaufbaus in Wuppertal, wie Personalmarketing im Call Center funktioniert.

Zu einem guten Ende gehört auch ein guter Beginn.

Das Frühjahr 2015 hatte für die buw Unternehmensgruppe viel zu bieten: Ein langjähriger, zufriedener Bestandskunde weitete seinen Auftrag aus und vergab eine weitere Sparte seines technischen Kundenservices an buw. Erste Evaluationen zeigten schnell, dass das angefragte Auftragsvolumen nur an einem neuen Standort abgebildet werden konnte – dem 15. der Unternehmensgruppe.

Nach fundierter Standort-Analyse gab es eine Handvoll potenzieller Orte für eine Neuansiedlung. Die finale Entscheidung fiel nach sehr guten Gesprächen mit der Stadt und der Wirtschaftsförderung auf Wuppertal. Allerdings erwartete buw bis zur Gründung der neuen Dependance erst noch die größte Recruiting-Kampagne der Unternehmensgeschichte. Das Ziel: Bis Ende 2016 sollten 500 Kundenberater bei buw-Wuppertal einen neuen Arbeitsplatz finden.

Personalmarketing im Call Center: Der Köder muss dem Fisch schmecken.

Wie sah nun unsere Zielgruppe am Wuppertaler Arbeitsmarkt aus? buw beschäftigt Mitarbeiter aus allen Altersgruppen und mit den unterschiedlichsten Lebensläufen. Eine soziodemografische Selektion ist beim Personalmarketing im Call Center nur bedingt möglich. Folglich war der Anspruch an die Kampagne eine übergreifende, einprägsame Ansprache zu entwickeln, die dennoch zielgruppengerecht ausgespielt werden konnte.

Zudem bestand die Herausforderung, dass dem Beruf des Servicemitarbeiters noch stets ein bitterer Beigeschmack anhaftet. Es ist eine oft unterschätzte Tätigkeit. Dabei müssen alle Mitarbeiter wahre Kommunikationstalente sein, dienstleistungsorientiert arbeiten und Kunden zielgerichtet bei Anliegen helfen können. Die Besonderheit in Wuppertal: Bewerber sollten sich zusätzlich für technische Themen interessieren und eine entsprechende Affinität mitbringen, denn hier wird dem Kunden gleich am Telefon beispielsweise beim Einrichten seines DSL-Anschlusses geholfen. Deshalb war es umso wichtiger die Einzigartigkeit von buw zu zeigen. Eine Kampagne war gefragt, die verdeutlicht, dass buw irgendwie anders ist als seine Branchenmitbewerber.

Wir haben uns nach einigen Meetings auf einen Vorschlag konzentriert und diesen für einen umfangreichen Medienmix weitergedacht. Der Kern unserer Wuppertal-Kampagne war einprägsam, sprach viele Menschen an und war dennoch individuell: Der Slogan „500 neue Jobs für Wuppertal – und einer ist für Sie“ war geboren. Nachdem wir nun einen aussagekräftigen Claim für unsere Kampagne gefunden hatten, ging es im nächsten Step darum, die geeigneten Kanäle zur Vermittlung der Botschaft zu bestimmen.

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Bannerwerbung für 500 neue Jobs in Wuppertal.

Die Mischung macht‘s.

Der Erfolg der 500-Jobs-für-Wuppertal-Kampagne beruhte auf einem ganzheitlichen Mix der verschiedensten Kanäle. Die Basis unserer Marketingaktivitäten bildeten aufeinander abgestimmte Online-Aktionen. Dazu gehörten sowohl zielgruppengesteuerte SEA- und Social-Media-Maßnahmen als auch die Schaltungen von Werbung auf den für uns erfolgreichsten Jobbörsen und Jobsuchmaschinen. So konnten wir alleine über Online-Kanäle gut 40 Prozent unserer Bewerber gewinnen. Zur Erweiterung unserer Zielgruppenreichweite setzten wir in Wuppertal ergänzend auf die guten alten Printmedien und suchten sowohl über Anzeigen in Zeitungen als auch in Magazinen nach neuen Mitarbeitern. Die regionale Presse hat den Standortaufbau zudem medial begleitet und erlangte für uns so einen zusätzlichen positiven Effekt.

Die breite Masse haben wir schließlich durch permanente Präsenz in out-of-home-Medien erreicht. Zu unseren Maßnahmen zählten etwa City-Light-Poster, Riesenplakate, Promotion-Aktionen und Radiospots. Zudem haben wir auf Ambient Medien wie Brötchentüten und Bierdeckel gesetzt und sind von Zeit zu Zeit beispielsweise mit Kreide-Stencils oder mobilen Bannern zur Guerilla Werbung übergegangen.

Das schwebende Callcenter.

Unser aufmerksamkeitsstärkstes Medium war zweifelsohne das Wahrzeichen der Stadt selbst, die Wuppertaler Schwebebahn. Wir hatten die Möglichkeit, kurzfristig eine eigene Schwebebahn zu branden und den Wagon für unsere Kommunikation zu nutzen. Normalerweise ist dies nur mit langen Wartezeiten möglich, hier hatte buw aber das nötige Quäntchen Glück.

Für die Standorteröffnung wurde die buw-Schwebebahn zum „schwebenden Callcenter“ umgebaut, verfügte über zwei Telefonieplätze und war der Ort unseres „First Calls“. Zusammen mit dem Oberbürgermeister und vielen weiteren geladenen Gästen feierte unsere Geschäftsführung daher die offizielle Eröffnung des 15. Standortes in der Schwebebahn.

Zudem ist ein starker Erfolgsfaktor für derartige Mammutprojekte auch immer die öffentliche Unterstützung. Diese war uns in Wuppertal zuteil und wir möchten uns an dieser Stelle auch noch mal bei der Stadt Wuppertal, der Wirtschaftsförderung, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter für die tolle Zusammenarbeit bedanken.

Ende gut, alles gut.

Der Aufbau unseres neuesten Standortes sowie der Kampagne „500 Jobs für Wuppertal – und einer ist für Sie“ war ein voller Erfolg. Wir haben in kurzer Zeit mehr als 1500 Bewerbungen erhalten und konnten so das erste Etappenziel bereits zwei Monate früher als geplant erreichen. Gerade der aufmerksamkeitsstarke Außenauftritt kam bei der Bevölkerung an und wurde uns von Stadt und Bewerbern positiv gespiegelt. So funktioniert Personalmarketing im Call Center made by buw. Wir freuen uns auch in diesem Jahr auf eine Fortsetzung des Standortaufbaus. Die aktuellen Vakanzen gibt es unter www.buw-wuppertal.de.


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Über Tipps, wie Sie sich in diesem viel zitierten „War for Talents“ behaupten können,
berichtet mein Kollege aus dem Personalmarketing, Bernt Heimann. In seinem vorausgehenden Artikel „Die sieben Erfolgsfaktoren im Recruiting“ erklärt er, worauf es bei der Ansprache von potenziellen Jobkandidaten ankommt.

Christian Meinert

Über Christian Meinert:

Ich arbeite seit Anfang 2011 für buw und bin mit zwei weiteren Kollegen für das Personalmarketing der gesamten Unternehmensgruppe verantwortlich. Ich bin Ansprechpartner im Personalmarketing für ... [Mehr]

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