Melanie Mönch Veröffentlicht von am

Update nach der buw-Spende: HELPAGE startet LIBANON-PROJEKT

Anfang des Jahres spendete buw 10.000 Euro an HelpAge Deutschland. Die Gelder setzt der Verein für die medizinische Versorgung älterer Flüchtlinge im Libanon ein. Carolin Reintjes, Referentin für humanitäre Hilfe bei HelpAge, berichtet zwei Monate nach der offiziellen Spendenübergabe, was die Hilfsorganisation dank der Förderung bisher umsetzen konnte.

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Carolin Reintjes von HelpAge

Viele der Gesundheitseinrichtungen im Libanon sind aufgrund der gestiegenen Patientenzahl völlig überlastet. Zudem sind in Warteräumen häufig nicht ausreichend Sitzgelegenheiten vorhanden. Es stehen weder Patiententoiletten noch Rampen für Rollstuhlfahrer zur Verfügung. Ein ordentliches Terminmanagement besteht ebenso wenig, sodass viele Menschen stundenlang auf ihre Behandlung warten müssen. Der Arztbesuch ist für ältere Menschen daher fast unmöglich.

Um in jeder Institution die dort benötigten Änderungen zu koordinieren, führt HelpAge im Augenblick Bedarfsanalysen in den Gesundheitseinrichtungen durch. Sobald der Bedarf feststeht, nimmt sich das Projektteam die baulichen und anderen Veränderungen vor.

Fortbildungen für die Belegschaft und Ärzte

Des Weiteren organisiert das Projektteam derzeit Trainings zum Zeit- und Patientenmanagement für die Mitarbeiter der Kliniken. Mit den neuen Systemen werden die Abläufe optimiert und die Wartezeiten für Patienten erheblich verkürzt.

Neben der Terminvergabe sind die Gesundheitseinrichtungen im Libanon auch in anderen Aspekten der Praxisorganisation schlecht aufgestellt. Sie führen zum Beispiel keine Patientenakten. Dies hat besonders für die vielen Menschen mit chronischen Krankheiten, deren Verlauf über längere Zeiträume dokumentiert werden sollte, negative Auswirkungen. HelpAge geht auch dieses Problem zu Ende des Jahres mit einer Reihe von Trainings für das Klinikpersonal an. Ziel ist es, dass alle Prozesse den Standards der Weltgesundheitsorganisation entsprechen.

Die Fortbildungen für Ärzte finden ab Sommer statt. Hier mangelt es vor allem an vertieftem Wissen über chronische Krankheiten und den Umgang mit älteren Menschen. Nach der Schulung besuchen und coachen die Referenten alle Ärzte auch an ihren Arbeitsplätzen.

Versorgung mit Medikamenten

Um die Arbeit der Ärzte zu verbessern, werden sie außerdem mit dem richtigen Equipment ausgestattet. Blutzuckermessgeräte und Insulin sind im Libanon schwer zu bekommen. HelpAge hat den Import des Medikaments, zusammen mit vielen weiteren Medikamenten gegen typische Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bereits in die Wege geleitet. Weitere Lieferungen sollen bis Ende 2018 regelmäßig erfolgen.

Im Einklang mit den Umbaumaßnahmen in den Gesundheitseinrichtungen werden auch die Apotheken, die in Kliniken integriert  sind erneuert. So können sie Medikamente sicher und hygienisch aufbewahren. Der Bedarf ist wiederum in jeder Klinik unterschiedlich und wird derzeit von den Projekt-Teams geprüft.

Behandlungen für 1.900 Erkrankte

Mit der Finanzierung von Behandlungen für rund 1.900 ältere Menschen pro Monat konnte HelpAge bereits beginnen. Projekt-Teams motivieren alte Menschen, die sich den Arztbesuch oder die Medikamente nicht leisten können und auch Alte, die zu weit von der nächsten Klinik entfernt wohnen dazu die HelpAge-Kliniken zu besuchen – oder besucht sie gleich selbst mit einer mobilen Klinik.

Im Sommer wird im buw Blog über den Besuch von Carolin Reintjes im Libanon berichtet, sodass Sie als Leser mehr über die weiteren Entwicklungen des HelpAge Projekts erfahren.


Lernen fürs Leben e.V.

Die buw Unternehmensgruppe engagiert sich über den Mitarbeiterverein „Lernen fürs Leben e.V.“ an seinen unterschiedlichen Standorten im In- und Ausland für mehrere soziale Projekte. Der Fokus liegt dabei auf Kindern und Jugendlichen, die der Verein auf dem manchmal holprigen Weg durchs Leben unterstützt.

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Melanie Mönch

Über Melanie Mönch:

Für Convergys, ehemals buw, plane ich Themen, recherchiere Inhalte und texte seit April 2015. Zum einen berichte ich über unternehmensrelevante Angelegenheiten mittels Pressemitteilungen, ... [Mehr]

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