Von der Kulturanalyse zum Cultural Move
Matthias Schulte Veröffentlicht von am

Von der Kulturanalyse zum Cultural Move

Nach innen gerichtete Kernbotschaften einerseits, nach außen gerichtetes Markenversprechen andererseits: die „Kulturlandschaft“ eines Unternehmens ist vielfältig. Häufig sind beide Bereiche dieser Landschaft selbstständig und unabhängig voneinander entwickelt und gepflegt worden. Darum sind sie auch nur selten hundertprozentig deckungsgleich. Das ist zwar nicht fatal, aber je nach Ausprägung der Differenz zumindest irritierend – sowohl für den Kunden als auch den Mitarbeiter. Ein so genanntes kulturelles Zielbild kann Unternehmen dabei helfen, den Idealzustand zu erreichen und innere und äußere Werte widerspruchsfrei erlebbar zu machen.

Zwecks Zieldefinition müssen zunächst die Markenbotschaft und die Kernwerte zusammengeführt und aufeinander abgestimmt werden. Die stimmige Schnittmenge beider Aspekte ist das gesuchte Zielbild. Anschließend gilt es, die Mitarbeiter zu befragen, inwieweit die im Zielbild festgeschriebenen kulturellen Attribute bereits alltäglich erlebbar sind und was sich verbessern lässt. Anhand folgender Fragen können Kernwerte aus Sicht der Mitarbeiter leicht identifiziert werden:

Wie muss sich ein Mitarbeiter bei uns verhalten, um erfolgreich zu sein?

Wie muss ein Mitarbeiter bei uns sein, um akzeptiert zu werden?

Welches Verhalten wird bei uns gefördert?

Welches Verhalten wird bei uns sanktioniert?

Wie wird bei uns mit Erfolgen umgegangen?

Wie wird bei uns mit Misserfolgen umgegangen?

Neben einem solchen klassischen Fragebogen eignet sich auch die NPS-Methodik für die Kulturanalyse. Mit ihrer Hilfe können Unternehmen ihre Mitarbeiter fragen, wie sehr sie die Firma aufgrund der erlebten Unternehmenskultur weiterempfehlen würden. Aus den jeweiligen Erhebungsdaten lassen sich im nächsten Schritt konkrete Maßnahmen für den angestrebten „Cultural Move“ ableiten. Wichtiger als irgendeine konkrete Methode ist jedoch, dass sich das Unternehmen überhaupt ernsthaft mit seiner Kulturentwicklung auseinandersetzt, denn die wirtschaftliche Bedeutung einer funktionierenden Kultur ist immens.

Wissenschaftler der Harvard University haben ausgewählte Unternehmen über einen Zeitraum von elf Jahren begleitet und ihren wirtschaftlichen Erfolg vor dem Hintergrund der jeweiligen Unternehmenskultur dokumentiert. Überragend waren die gemittelten Wachstumsraten von den Firmen, die eine mensch- und mitarbeiterorientierte Kultur haben und die Belegschaft nicht ausschließlich als Produktionsmittel betrachten. Sie konnten ihren Gewinn im Beobachtungszeitraum um 756 Prozent steigern. Demgegenüber konnten Firmen ohne nennenswerte Kultur nach den elf Jahren eine Gewinnsteigerung von lediglich einem Prozent vorweisen. Dieses Ergebnis beweist überdeutlich, wie wertvoll die Ressource Mensch und eine menschorientierte Kultur für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ist.  

Wenn Sie mehr zu diesem Ansatz erfahren wollen, freuen wir uns auf Ihren Kontakt.

Matthias Schulte
Partner

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